Am 10. und 11. Juli 2010 im Raum Coburg
Samstag - Anfänger
Sonntag - Fortgeschrittene
begrenzte Teilnehmerzahl!
Trainerin
- Petra Ritzerfeld
Voraussetzungen für die Teilnahme am Seminar:
Bei den Anfängern: sicheres Apportieren
Bei den Fortgeschrittenen: Stoppen
Meldestart: 07.06.2010
Meldeschluß: 01.07.2010
Meldeunterlagen
- DRC-Meldeformular
- Gültiger Impfausweis und Nachweis einer bestehenden Haftpflichtversicherung muß vorgelegt werden
- Meldegebühr
- 80,-- Euro pro Gespann und Tag
- 20,-- Euro pro aktivem Teilnehmer und Tag ohne Hund
- Auch für Teilnehmer ohne Hund ist das Seminar interessant. Man kann die einzelnen Gespanne beobachten, Fragen stellen und viele wertvolle Tipps für das eigene Training mitnehmen!
Anmeldung und weitere Infos bei der Sonderleiterin
Marion Weber
Beiersdorfer Str. 4 a
96450 Coburg
Tel. 09561/53305
eMail: marionweber.coburg@googlemail.com
Anmeldung über das DRC Formular :
http://www.drc.de/docs/drc_meld.rtf
ODER
http://www.drc.de/docs/drc_meld.pdf
Bitte beide ausfüllen!
Die Bankverbindung teilt Ihnen Frau Weber auf Anfrage mit.
- Die Anmeldung ist erst nach Geldeingang gültig! -
"Dömmy - Seminar" mit Petra Ritzerfeld
Es ist Samstag Morgen, 06.00 Uhr Früh. Zeit zum Aufstehen, obwohl es Samstag, also Wochenende ist und man eigentlich länger schlafen könnte. Große Dinge stehen heute an, für Hund und Halter.
Als Hund hat man noch keine Ahnung von dem, was auf einen zukommt. Verschlafen schaut er auf,
als er, wie gesagt um 6 Uhr Früh, Gassi gehen soll. Irgendwas kann da doch nicht stimmen! Nach mehrmaligen Aufforderungen und gewisser Beharrlichkeit, steht er doch auf und trottet irgendwie noch müde neben einem her.
Die Sonne scheint schon. Keine Wolke am Himmel. Das wird ein Tag wie aus dem Bilderbuch. Nur an die zu erwartende Hitze darf man gar nicht denken. Versorgt mit genügend Wasser für Hund und Herrchen bzw. Frauchen geht’s dann ins Auto und los nach Coburg, bzw. Oberlauter, in den Taimbacher Forst. Den Weg zu finden, kein Problem dank der guten Wegbeschreibung der Sonderleitung für Navi- Besitzer und auch solche, die noch ohne fahren. Auch die kurz vor dem Revier aufgestellten Hinweisschilder zeigen an, dass man richtig gefahren ist.
Mitten im Wald, zwischen Wiesen mit Obstbäumen und Teichen ein altes Forsthaus, eine Idylle. Der Treffpunkt für das Seminar, hervorragend vorbereitet von der Sonderleitung, bestehend aus Frau Marion Weber. Kaffee erwartete die Frühaufsteher. Die Stimmung war auch gleich dementsprechend entspannt und gut unter den Teilnehmern, die teilweise auch eine lange Anreise für die Teilnahme an diesem Seminar auf sich genommen hatten. Und sie sollten nicht enttäuscht werden. Alle auf dieses Seminar gesetzten Erwartungen wurden erfüllt und sogar übertroffen.
Das ging an mit dem traumhaften Gelände, dem Wetter, der Klasse–Vorbereitung und last but not least der Trainerin, die dieses Seminar durchführte. Mit Petra Ritzerfeld stand eine Trainerin zur Verfügung, die nicht nur zu motivieren verstand, sondern auch das, was sie vermittelte, vermitteln wollte und von Hund und Herrchen respektive Frauchen forderte, in einer Weise tat, die nie langweilig, sondern unterhaltsam, oft sogar lustig war, so dass alle ohne Druck und fröhlich bei der Sache waren, ja sich sogar immer auf die nächste Aufgabe freuten. Obwohl es wirklich „sakrisch“ heiß war und viel von Mensch und Hund gefordert wurde..
Nachdem Frau Ritzerfeld die Teilnehmer mit ihren Golden, Flats, Labbies und Tollern begrüßt hatte, ging es gleich ins Gelände. Fünf Aufgaben waren insgesamt von den Teilnehmern, aufgeteilt in zwei Gruppen, zu bewältigen. Auch die, die gerade nicht dran waren, waren ins Geschehen dadurch mit einbezogen, daß jeder einen Hund und seinen Führer beobachten sollte und nach Abschluss der jeweiligen Aufgabe bei der Besprechung der Art und Weise der Ausführung seine Beobachtungen und Meinung zu Fehlern oder richtigem Verhalten mitteilen sollte. So konnten nicht nur Fehler festgestellt, Tipps gegeben oder Inhalte vermittelt werden, sondern jeder wurde in die Lage versetzt, für sich das Optimale herauszuholen. Die individuelle Besprechung eines jeden einzelnen Teilnehmers und seines Hundes durch die Trainerin und die vielen kleinen Tipps und Anregungen, die sie gab, stellten für jeden sicher, dass er aus dem Seminar für sich und seinen Hund, jeweils individuell, das Beste mitnehmen konnte. Frau Ritzerfeld ging so einfühlsam auf jeden Hund und seine Eigenarten ein, dass man kaum merkte, dass es sich um Unterricht, Training, also Arbeit handelte. Ganz ohne Druck, ohne ein lautes Wort wurden die Hunde dazu gebracht, die Aufgaben anzunehmen und abzuarbeiten. So hätte man sich selbst die Wissensvermittlung in der Schule auch gewünscht.
Alles sieht bei Frau Ritzerfeld so leicht, so spielerisch aus, so dass die Arbeit mit dem Hund und auch dem Hund Freude macht. Natürlich hatte sie auch zwei ganz hervorragende Helfer,
Klaus Weber und Helmut Konrad , genannt Conny, die erst den Erfolg des Seminars durch Ihren Einsatz in der teilweise prallen Sonne möglich machten.
Nachdem die zweite Aufgabe wegen der ständig steigenden Temperaturen viel von Mensch und Hund verlangte, wurde die Dritte – noch vor der Mittagspause – ans Wasser verlegt, was für alle eine wärmemäßige Entlastung bedeutete. Schade, dass nur die Hunde ins Wasser durften. Wäre Klasse gewesen, wenn auch die Hundeführer „baden gegangen“ wären.
Hervorragend organisiert wieder die Pause bei Kaffee, Kuchen und erfrischenden Getränken. Viel Zeit dabei um sich entweder auszuruhen, das Gelernte zu verarbeiten oder zum „Fachsimpeln“
Nach der Pause glücklicherweise wieder eine Aufgabe unter Einbeziehung des Wassers. Ich denke, alle waren wieder mit Freude und Einsatz dabei und bemüht, das aufzunehmen, was ihnen erzählt und gezeigt wurde. So wurden „Nicht-Wasser-Geher“ zu Badefreunden, nicht ohne zu vergessen, das „Dömmy“ zu holen, „Nicht-Ausgeber“ gaben ihre „Beute“ gerne aus usw.
Selbst Frauchen war mit soviel Einsatz bei der Sache, dass die Schuhe ausgezogen, die Hosen hochgekrempelt und dem Hund der Weg ins Wasser und die Freuden und der Spaß im Wasser
gezeigt wurde.
Begeisternd auch die gelungene Sambaeinlage wohl in Erwartung des Abends beim Sambafestival in Coburg. Gefehlt hat nur die entsprechende Kleidung der Tänzerin, die namentlich nicht genannt werden möchte :-)
Diese war doch mehr der Arbeit mit dem Hund im Gelände angepasst.
Die Krönung: der Walk „öp“ als letzte Aufgabe. Dabei hat man erstmal gesehen, dass man eine derartige Aufgabe auch so gestalten kann, dass es kein Stress ist und keinen macht, sondern dass man auch diese Aufgabe mit Freude und – so sah es jedenfalls aus - nahezu spielerisch ausführen und üben kann.
Alles lief reibungslos. Selbst die mit dem Dömmy-Launcher verschossenen Dömmis blieben nicht in den Bäumen hängen, die zwei verlustigen Dömmies wurden wieder gefunden. Dies vom Hund einer „aktiven Zuschauerin" (man sieht also, was man auch durch bloßes Zuschauen mitkriegen kann). Was will man mehr.
Rundum Zufriedenheit bei der abendlichen Runde dann in der „Ponderosa“, beim Abendessen. Die Hunde platt und müde; ähnlich auch Herrchen und Frauchen. Von allen war viel verlangt worden, alle aber hatten auch viel Wissen und Tipps erhalten und mitgenommen. Hoffentlich klappt das Umsetzen in privater Runde, allein mit dem Hund ohne Anleitung und Beaufsichtigung, genauso gut.
Alles in allem eine hervorragend gelungene Veranstaltung, eine hervorragende Trainerin, eine glänzende Sonderleitung, ausgezeichnete Helfer und das traumhafte Gelände. Man kann nur hoffen, dass es eine Wiederholung gibt. Wir sind sicher wieder dabei, nachdem auch unser HundenachwuchsGuinness (16 Wochen, FCR) begeistert zugesehen hat und in den Genuss kommen soll durch Frau Ritzerfeld die Freuden der Dömmyarbeit kennenzulernen.
Wir waren die Gruppe der noch nicht Fortgeschrittenen, werden bei derartiger Anleitung und Unterrichtung sicher auch bald bei den Fortgeschrittenen sein, die am Sonntag, den 11. Juli dran sind. Ihnen wünschen wir genauso viel Spaß und Freude und Erfolg beim Lernen wie wir es hatten.
Dieser Bericht stammt von mir, einem Hunde-Mit-Besitzer, keinem „Hundler“. Ich durfte zwar schon mehrfach meine Dömmy begeisterte Flat-Eignerin auf Ausstellungen, den Schäufele – Cup und Seminare begleiten. Hier aber wurde mir besonders deutlich, dass die Arbeit mit dem Hund und der Erfolg, den man dabei haben kann, Spaß und Freude macht, dass man viele nette Leute kennenlernt und auch Hunde Spaß und Freude haben und es für sie nicht nur Belastung oder Druck ist, sondern dass sie selbst es gerne und mit Begeisterung tun. Toll, was die Hunde alles können!
Jörg Echtler
